Garten
Der Rasen macht die meiste Arbeit
Von allen Flächen im Garten verlangt der Rasen die konstanteste Aufmerksamkeit. Beete kann man zwei Wochen sich selbst überlassen, eine Hecke wird zweimal im Jahr geschnitten – der Rasen wächst durchgehend von April bis Oktober.
Die Faustregel lautet, nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal zu kürzen. Wer aus zwölf Zentimetern auf vier geht, legt die hellen unteren Halmabschnitte frei, die kaum Chlorophyll enthalten. Die Fläche wirkt danach für Tage fahl, obwohl sie frisch gemäht ist.
Was im Jahresverlauf ansteht
- März/April: Vertikutieren, wenn sich Filz gebildet hat. Erste Düngung, sobald der Boden durchgängig über acht Grad liegt.
- Mai bis August: regelmäßiges Mähen, in Trockenphasen seltener und höher schneiden.
- September: der beste Zeitpunkt für Nachsaat – warmer Boden, ausreichend Feuchtigkeit, wenig Konkurrenz durch Unkraut.
- Oktober/November: Laub räumen, letzter Schnitt etwas kürzer als üblich.
Beete: weniger ist verlässlicher
Ein dicht bepflanztes Beet macht auf Dauer weniger Arbeit als ein locker bepflanztes, weil der Boden beschattet wird und Unkraut schlechter keimt. Der Fehler liegt oft am Anfang: Pflanzen werden nach ihrer aktuellen Größe gesetzt, nicht nach der, die sie in drei Jahren haben.
Eine Mulchschicht reduziert Verdunstung spürbar und hält gleichzeitig die Bodentemperatur stabiler. Bei Rindenmulch ist zu beachten, dass er beim Zersetzen Stickstoff bindet – auf Gemüsebeeten ist er deshalb weniger geeignet als auf Staudenflächen.
Wo sich Technik lohnt
Grob gilt: Alles, was wöchentlich anfällt, ist ein Kandidat für Maschineneinsatz. Alles, was zweimal im Jahr passiert, meist nicht. Deshalb rechnet sich beim Rasen die Automatisierung deutlich früher als bei der Hecke.
Ab welcher Fläche das konkret gilt, hängt weniger von der Quadratmeterzahl ab als vom Zuschnitt. Eine rechteckige Fläche von achthundert Quadratmetern ist schneller gemäht als vierhundert Quadratmeter, die sich um Beete, Bäume und Wege herumwinden.